Der Musikverein Braunshausen und damit auch das Große Orchester feierten 2025 das 100-jährige Jubiläum. Bei der Jubiläumsveranstaltung im September wurde uns die PRO MUSICA-Plakette überreicht. Alles zu der Geschichte des Musikvereins, viele Bilder und weiter interessante Artikel finden Sie in unserer Festschrift!
Das Große Orchester gibt jedes Jahr zwei Konzerte, ein Jahreskonzert und ein Weihnachtskonzert. Dabei werden sinfonische Blasmusik und anspruchsvolle Unterhaltungsliteratur präsentiert. Dazu kommen Auftritte bei Veranstaltungen im Ort, bei kirchlichen Anlässen und Gastauftritte bei befreundeten Musikvereinen.
Das Große Orchester probt Donnerstag abends und Sonntag morgens im Wechsel. Wir stehen seit September 2023 unter der Leitung von Rainer Serwe.

Kontakt: Bernd Serwe, Tel.: 0049 160 97483295; mail: b.serwe@mvbraunshausen.onmicrosoft.com

Jahreskonzert 2026 am 24.05.2026

Lust auf Abenteuer? Wir bieten Ihnen zwei Stunden Abenteuerreise – zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Los geht es mit Adventure Island von Andrew Pearce. Wir nehmen Sie mit in ein magisches Themenparkszenario mit Piratenthema. Das Stück mit einprägsamen Melodien ist ein Fest für unsere Blechbläser und Schlagzeuger – perfekt für die Eröffnung jedes Konzertes.

Die Beschreibung unseres zweiten Titels River Stories überlasse ich dem Komponisten Peter Diesenberger: „Tief vergraben unter Tonnen Stein sprudelt Wasser und gewinnt an Kraft. Es begrüßt die Welt mit jäher Energie und beginnt seine lange und abwechslungsreiche Reise. Die Laune des Flusses spiegelt die Landschaft wider: mal wild und zornig, mal ruhig und nachdenk-lich. Er wächst an seinen Herausforderungen – solange bis er in den Weiten des Meeres versinkt.“ Das Werk erhielt 2022 den ersten Preis bei einem Kompositionswettbewerb.

Im dritten Stück Dionysos takes a walk von Thomas Dossnehmen wir Sie mit auf einen Ausflug von Dionysos, dem Gott des Weines, in ein Dorf am Fußes des Olymps. Er besucht dort ein Wein-fest, feiert kräftig mit und verliebt sich in ein junges Mädchen. Deren Verlobter war davon aller-dings wenig begeistert und geriet mit Dionysos in eine heftige Rauferei. Die beiden, ziemlich betrunken vom Wein, dazu noch verliebt bzw. eifersüchtig, kämpfen bis zum nächsten Morgen, doch keiner kann gewinnen. Dionysos erkennt schließlich seinen Fehler und versöhnt sich mit seinem Konkurrenten. Als Geste des Bedauerns schenkt er den Dorfbewohnern einen großen, ertragreichen Weinberg und entschwindet wieder zurück auf den Olymp.

Das Stück beginnt mit einer fröhlichen Fanfare, die das dörfliche Leben beschreibt. Das etwas sarkastische Dionysos-Thema beschreibt den leicht torkelnden Gott, dargestellt durch das Fagott. Dieses Thema taucht im ganzen Stück immer wieder auf. Flöten und Tamburin schaffen ein tänzerisches Flair, das das Weinfest darstellen soll. Es folgt ein melancholischer Tanz im 6/8-Takt zur Charakterisierung des naiven Mädchens. Allmählich mischt sich das Dionysos-Thema unfreundlich in den Reigen und wird während des Kampfes in einem strengen Rhythmus vom Orchester übernommen. Schließlich erklingt zur Versöhnung wieder die Anfangsfanfare.

Der erste Teil des Konzertes endet mit Global Variations von Nigel Hess. Sie kennen sicherlich alle den Film „In achtzig Tagen um die Welt“. Der Musikverein Braunshausen schafft das in etwas mehr als 8 Minuten! Ein Thema wird in 13 landestypischen Variationen dargebracht, es variiert in Tempo, Taktart, Tongeschlecht und Stil und ist trotzdem wiederzuerkennen! Zu Beginn ertönen die Glocken von Big Ben. Von London aus besuchen wir dann nacheinander Frankreich, Spanien, Südafrika, Ägypten, Russland, Indien, China, Australien, Südamerika und die USA. Dann geht es zurück über den Atlantik, und nach einem letzten Abstecher nach Irland und Schottland erreichen wir wieder London, wo uns Big Ben zur Rückkehr begrüßt.

Zurück nach der Pause geht es weiter mit einem Arrangement unseres Dirigenten Rainer Serwe. Es startet mit der 20th Century Fox Fanfare von Alfred Newman. Sie ertönt vor allen Filmen aus dem gleichnamigen Filmstudio und dürfte Ihnen allen bekannt sein. Nach circa 20 Sekunden erklingt die Titelmusik aus „Jäger des verlorenen Schatzes“, einem der bekanntesten Filme des Filmstudios. The Raiders March stammt aus der Feder von John Williams, dem Altmeister der Filmmusik und ist einer der meistgespielten Filmmusiken aller Zeiten.

Die symphonische Suite How to train your Dragon (in deutscher Synchronisation Drachen-zähmen leicht gemacht) von John Powell, arrangiert von Ton van Grevenbroek, ist ein spektaku-läres Medley, das zentrale Themen aus dem gleichnamigen Animationsfilm von 2010 meisterhaft zusammenstellt. Jeder von Ihnen, der den Film gesehen hat, wird die Titel mit Sicherheit wieder erkennen, sie bewegen sich ganz dicht an den Originaltiteln! Der Aussage des Verlages „für das Orchester ist es ein Genuss, diese Musik zu spielen“ können viele Musiker unseres Vereins allerdings nur eingeschränkt zustimmen, angesichts der vielen Vorzeichen und Vorzeichenwechsel! John Powell erhielt für seine Musik eine Oscarnominierung in der Kategorie „Beste Filmmusik“.

Der Titel Silver Screen von Paul Hart ist eine Filmmusik für einen imaginären Stummfilm! Die Beschreibung der Musik überlasse ich wieder dem Komponisten selbst: „Logos und Vorspann klingen aus und gehen in eine Morgendämmerungsszene einer amerikanischen Stadt über, die bald mit lebhafter Energie zum Leben erwacht. Ein Stolpern und ein Klarinettenglissando leiten die Vorstellung des Helden ein, der natürlich eine clowneske Figur ist. Eine Fanfare kündigt die Ankunft des Bürgermeisters an, eines pompösen, prahlerischen Kerls, gefolgt von seiner schönen Tochter, der Heldin, dargestellt durch das Altsaxophon. Sie begegnet dem Helden, und wir hören, wie sich ihre jeweiligen Melodien miteinander verflechten. Diese fröhliche Szene wird durch die Ankunft des Bösewichts unterbrochen, der bedrohlich herumstolziert und dessen Blick auf die Tochter des Bürgermeisters und unseren Helden fällt. Er muss Gefühle für das Mädchen hegen, und es entsteht ein angespannter Dialog, in dem wir hören, wie ihre drei Themen nervös hin und her geworfen werden. Der Held versucht, die Lage zu beruhigen, doch vergeblich, und wir werden in eine Verfolgungsjagd geführt, die darin gipfelt, dass der Held bewusstlos geschlagen und die Tochter des Bürgermeisters an Eisenbahnschienen gebunden wird.Wir hören das Geräusch eines herannahenden Zuges, und während die Spannung steigt, schreit unsere Heldin vor Angst auf. Glücklicherweise wacht unser Held rechtzeitig auf, tötet den Bösewicht und rettet das Mädchen, gerade als der Zug eintrifft. Der Zug verschwindet in der Ferne, das Mädchen gesteht dem Helden ihre Liebe, was in einer romantischen Szene gipfelt, in der er ihr einen Heiratsantrag macht. Dies wird unterbrochen, als die Leiche des Bösewichts weggetragen wird. Dann geht jeder seinen Geschäften nach … Happy End.“

Unser Konzert endet mit einer weiteren Filmmusik. Magnificent Seven in der Bearbeitung von Roland Smeets ist eine dynamische Blasorchesterfassung von Elmer Bernsteins ikonischer Film-musik (1960). Das Werk ist ein Paradebeispiel des Western-Genres und wird durch ein stolzes, rhythmisches Hauptthema geprägt, das Abenteuer und Freiheit vermittelt. Das Arrangement von Smeets bringt den berühmten, treibenden Sound des Films auf die Konzertbühne. Es ist bekannt für seine energiegeladenen Blechbläser-Passagen, das heroische Hauptthema (oft in den Trompeten/ Hörnern) und die ständige rhythmische Spannung, die den Kampf der sieben Revolverhelden gegen die Banditen in Mexiko klanglich darstellt.

Weihnachtskonzert am 21.12.2025 mit Martina Veit

Daaaaanke an alle Besucher unseres Weihnachtskonzertes, Daaaaanke an Martina Veit!

In dem vollbesetzen Hochwalddom in Nonnweiler zu spielen, und dazu noch mit einer phantastischen Solistin hat allen Musikern sehr viel Spaß gemacht! Die Atmosphäre und die Akustik sind dort besonders und haben das ihre dazu beigetragen, dass es ein rundum gelungenes Konzert war. Den BesucherInnen hat es ebenfalls gefallen, sie spendeten reichlich Applaus und Standing Ovations am Ende des Konzertes. Besonders berührend waren die Titel mit der Solisten Martina Veit. Eine Besucherin erzählte mit nach dem Konzert, sie hätte Tränen in den Augen gehabt. Danke auch an unseren Dirigenten Rainer Serwe, für die Auswahl und das Einstudieren der Stücke, die souveräne Leitung des Orchesters und die gelungene Moderation durch das Konzert!